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Was sind Schutzgeister

Wir sind auch hier auf dieser Erde nicht ohne Schutz!
Hier eine wunderbare Erklärung zu diesem Thema von Leopold Kobosil.

 

Schutzgeister und ihre Aufgaben

(Aus einem Vortrag von Leopold Kobosil)

Vielfach ist die irrige Auffassung bei uns Menschen vorherrschend, dass nur ein Kind einen Schutzengel oder Schutzgeist hat. Es ist jedoch lediglich so, dass der Schutzgeist seinen Schützling im Kindesalter viel wirksamer unter seiner Obhut halten und daher auch, für andere Menschen merkbar, viel öfter und intensiver eingreifen kann. Es darf aber mit ruhigem Gewissen die Behauptung ausgesprochen werden, dass der Schutz, der uns Erwachsenen von geistiger Seite zur Verfügung gestellt wird, viel gewaltiger ist als der eines Kindes, er gelangt oft nur seltener zur Auswirkung, weil wir uns dieses Schutzes nicht bedienen.

Ein Kind hat nur einen einzigen persönlichen Schutzgeist an seine Seite gestellt, während ein Erwachsener je nach seiner geistigen Stufe, Einstellung und Beruf von mehreren Schutzgeistern betreut wird.

Das Vorhandensein eines Schutzgeistes erbringt uns wieder einmal einen Beweis von der unendlichen Barmherzigkeit GOTTES, der in Seiner unfassbaren Liebe jedem von uns einen geistigen Gefährten zur Erleichterung unserer Potenzierung an die Seite stellt. Dieser Gefährte ist uns meistens aus Vorleben eng verbunden oder mit ihm verknüpfen uns enge Bande der Liebe aus der Urheimat. Aus diesem Grunde kennt er uns auch durch und durch, er weiß unsere Schwächen und er kennt unsere guten Seiten.

Nun besteht aber die irrige Ansicht, dass die Aufgabe des Schutzgeistes darin besteht, jede Gefahr, jedes Unheil oder alles Unangenehme aus dem Wege schaffen zu sollen. In Wirklichkeit wacht er lediglich darüber, dass sich nichts Ungesetzliches an seinen Schützling herandrängen kann, damit er das geistige Ziel, das er sich vor seiner Einverleibung selbst gesteckt hat, auch zu erreichen imstande ist.

Die Gnade GOTTES erlaubt es, dass der Schutzgeist darüber wachen darf, dass sein Schützling nicht völlig schutzlos ungesetzlichen Angriffen des Gegensatzes preisgegeben ist und dadurch eventuell noch tiefer fällt, und dass er jede geringste Möglichkeit erkennt und ausnützt, seinem Schützling in seiner Aufwärts-entwicklung zu helfen.

Grundbedingung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist jedoch, dass der gute Wille zu einer Aufwärtsentwicklung von uns selbst ausgehen muss, denn dann erst hat unser geistiger Begleiter die Möglichkeit, alle sich bietenden Chancen zu unserem Vorteil auszunützen.

Man darf sich das Schutzgeistamt nicht als etwas nach einer bestimmten Schablone Gemachtes denken. – Im Geisterreich herrscht wahres Leben. Es wird nichts ver­geudet, aber auch keine Chance ungenützt gelassen. Daher sind auch nicht alle Schutzgeister gleich hohe erhabene Wesen, und die Arbeit eines Schutzgeistes ent­spricht immer seinem Wert. Die Arbeit, einen tiefstehenden Menschen, der ihm als Schützling zugewiesen ist, zu einer wahren Empfindung und Anschauung zu verhelfen, vermag ein gutwollendes, nicht weit fortgeschrittenes Geistwesen zu leisten und zwar besser zu leisten als ein hochstehendes Geistwesen, weil ersterer eine menschenähnliche Sprache spricht und weil auch der Stoff seiner Fluide, nämlich seine Ausstrahlung, sich besser mit der Ausstrahlung seines Schützlings verbindet.

(Es ist eine alte Tatsache, dass der Vorarbeiter einen größeren Einfluss auf den Hilfsarbeiter ausüben kann und bei ihm mehr Vertrauen genießt als der Generaldirektor, weil eben das Milieu und die Ausstrahlung zwischen Vorarbeiter und Hilfsarbeiter artverwandter und vertrauter sind als die Beziehungen zum Milieu des Generaldirektor.)

Ganz tiefstehende Völker, die wir als „Wilde“ bezeichnen, sind natürlich ebenso von einem Geistwesen umgeben, das ihrem Wert entspricht. – Die Besten dieser Geist­wesen vermögen es, Schutzarbeiten bei ihren tiefstehenden Brüdern zu übernehmen, da diese bei tiefstehenden Völkern hauptsächlich darin bestehen, sie vor den Einwirkungen ganz schlechter teuflischer Geister zu schützen.

Genau so wenig wie es einem Menschen einfallen würde, mit einer hydraulischen Presse von 1.000 Tonnen eine Nuss aufzuknacken, ebenso wenig wird einem „Wilden“ ein hoher Schutzgeist zur Seite gestellt.

Wenn nun ein Mensch mit Vorsatz und Willen schlecht ist, schlecht sein will und die Stimme des Gewissens (nämlich die des Schutzgeistes) konsequent betäubt, so kann der Schutzgeist seines Amtes nicht mehr walten und verlässt diesen Menschen, weil es zwecklos geworden ist, diesen länger zu umgeben. Es ist ein ewiges Gesetz, dass alles Zwecklose erlischt, und die Natur übersetzt es in ihre Sprache, indem sie zwecklose Organe durch Rückbildung verwischt oder aufhebt. Wenn nun ein solcher Mensch Reue empfindet und das Gute anstrebt, so wird ihm wieder so viel Hilfe zuteil, als seinem Wert und Willen entspricht, denn im Schutzgeistamt gibt es, wie bereits gesagt, keine feste Schablone.

Es ist nicht notwendig, dass ein Schutzgeist von der irdischen Geburt bis zum Ende des Menschenlebens an seinen Schützling gebunden ist. Umgekehrt ist es aber auch so, wenn ein Mensch eine geistige Arbeit hat, zu der er höherer Führung bedarf, als sein Schutzgeist zu geben imstande ist, dass ihm dann ein hochstehendes Geistwesen zugeteilt wird. Doch bedingt dies nicht, dass dieses Geistwesen so an den Menschen gebunden ist wie die meisten von uns glauben.

Der Schutzgeist ist nicht ununterbrochen bei uns, jedoch durch ein geistiges fluidales Band so mit uns verbunden, dass er in Gedankenschnelle bei uns sein kann. Dies ist aber keine Fessel für das Geistwesen in unserem Sinne und es ist nicht gehindert, sich in seine Geistheimat zu schwingen und mit seinen Geistbrüdern dort zu verkehren. Zeit und Raum sind, wenn auch nicht vollkommen aufgehoben, so doch von solchen Geistwesen beherrscht.

Es ist also in der Praxis so, wenn ein Mensch über seinen geistigen Aufgabenbereich hinauswächst, dass auch sein Schutzgeist wechselt, und es wechseln auch die lei­tenden Schutzgeister mit dem Verändern der Arbeit. Wir Menschen sind vom höheren leitenden Geistwesen in unserem geistigen Wert erkannt, genau bemessen und klar durchschaut.

Nach diesen Erklärungen wird es auch niemanden wundern, dass wir erwachsenen Menschen nicht nur einen, sondern mehrere Schutzgeister haben. Da ist einmal der persönliche Schutzgeist, meist ein geistig oder irdisch familiär verbundener Geist, der von Geburt an darüber wacht, dass nichts Ungesetzmäßiges geschehen kann. Mit dem Eintritt in geistige Arbeit erhalten wir zusätzlich einen geistigen Schutzgeist, der je nach geistiger Stufe des Schützlings bis aus den Reihen des Heiligen Geistes sein kann.

Dann gibt es berufliche Schutzgeister, die spezielle Führung in beruflichen Belangen übernehmen, denn auch die Schutzgeister sind weder allmächtig noch allwissend. So wird z.B. Michelangelo Zeichner und Maler führen und inspirieren und Paracelsus eben Naturwissenschaftler und Mediziner. – Es kann natürlich ein Mensch, der, sagen wir, Arzt ist und nebenbei Maler und Musiker aus Begabung, eben auch von drei ganz verschiedenen Schutzgeistern geführt werden. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass Schutzgeister eines Spezialgebietes auch mehrere Menschen auf diesem Gebiete führen und inspirieren.

Dann haben wir auch noch einen Wohnungs-Schutzgeist, dem das Wohl für die Familie obliegt und diese kleine Zelle zu Harmonie und Eintracht führen will. Die nächste Instanz ist der Haus-Schutzgeist, der hier in Liebe und Frieden alles beschützt. Dann kommt in der Folge der Natur-Schutzgeist für ein kleineres Gebiet, der wiederum einem Naturgeist oder Gebietsgeist für einen Ort oder eine Stadt untersteht, dann der Gebietsgeist für ein Bundesland, für einen Staat, für einen Erdteil, bis hinauf zum Regenten dieser Erde, zu Jesus Christus, der die Aufgabe übernommen hat, die Menschheit in ihrer geistigen Entwicklung zu stützen und zu potenzieren.

Leopold Kobosil